Knapp 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben dem Vortrag von Cornelia Buchta und Paul Thomas vom NABU Karlsruhe gelauscht und mit eindrucksvollen Bildern mehr über die gelb-schwarz gemusterten Amphibien erfahren. 

Jedes Muster ist dabei einzigartig und wie ein Fingerabdruck, so dass man die Tiere, die bis zu 25 Jahre alt werden können wiedererkennen kann. Die Weibchen legen keine Eier so wie andere Amphibien, sondern gebären bis zu 5 mal im Jahre 10-70 Larven in saubere Gewässer mit wenig Strömung. Sehr besonders ist bei den Feuersalamandern, dass Körperteile nachwachsen können. Diese Eigenschaft macht die Lurchis auch für den medizinischen Bereich sehr interessant. Doch auch die Feuersalamander stehen vor großen Herausforderungen und viele Populationen sind gefährdet. Die Hauptgefahrenquellen sind die Zerstörung von Lebensräumen, der Verkehr und eingeschleppte Krankheiten wie der Bsalpilz. 

Wer Feuersalamander entdecken möchte, darf nicht wasserscheu sein. Die Tiere sind vor allem bei Regenwetter und Temperaturen um die 8°C auf Tour. Bitte fahren Sie vor allem bei dieser Wetterlage sehr vorsichtig auf Feld- und Weinbergwegen. Von dort werden leider immer wieder überfahrene Feuersalamander gemeldet. Bereits 20% Mortalität durch Verkehr kann eine Population innerhalb 25 Jahren komplett ausrotten. 

Es scheint, dass auch der Feuersalamander kurz über lang vom Aussterben bedroht sein wird. Neben dem großen Artensterben besteht aber leider auch ein großes Artenkennersterben. Daher möchten wir Sie ermuntern, Entdeckungen, die Sie beim Spazierengehen, Wandern oder Radfahren machen, zu melden. Hierfür gibt es verschiedene Apps fürs Smartphone, die wir gerne vorstellen möchten:

Die "Meine Umwelt"-App vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW ist eine leicht verständliche und sehr informative App (für Android und iOs) um Arten wie den Feuersalamander, den Hirschkäfer, die Asiatische Hornisse sowie 4 weitere Arten mit Foto und Standort zu melden. Sie gibt außerdem Auskunft über Artenfunde von anderen Personen sowie Informationen zum Standort. Auf der Karte ist einfach zu erkennen, ob man sich z.B. in einem Natur- oder Wasserschutzgebiet befindet. Auch andere Informationen wie Pegelstände, Luftqualität, Waldbrandgefahr etc. sind dort schnell und einfach abrufbar.

Umfassender und komplexer ist die Melde-Möglichkeit beim NABU "Naturgucker" für alle Pflanzen und Tiere und zwar deutschlandweit. Einfach die Seite www.naturgucker.de aufrufen, registrieren und eine Naturmeldung machen. Hier können auch unbekannte Tiere und Pflanzen zur Abklärung eingestellt werden. 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Bekanntes wiederentdecken und Neues kennenlernen. 

Exkursion zum "Lebensraum Golfplatz" am 10.05.2025

Bei strahlendem Sonnenschein marschierten ca. 40 interessierte Personen mit Herrn Briem über den 9-Loch Golfplatz von "golfyouup" in Dürrn. Wir freuen uns, dass uns auch Frau Stefanie Seemann MdL sowie Herr Bürgermeister Tank begleiteten. Herr Briem führte die Gruppe zunächst über die sehr kurz geschorenen Spielflächen hin zu den ungemähten Blühflächen sowie zu schönen Hochstamm-Streuobstbeständen. Ca. 50% der Gesamtfläche bieten dabei unterschiedliche Strukturen an um die Artenvielfalt zu stärken. Wiesen, Streuobstbäume, Hecken und Himmelsteiche dienen zum einen als Hindernisse für die Golfspielenden, zum anderen als Lebensraum für Insekten, Kleintiere, Vögel und Amphibien. "Golfyouup" nimmt am Projekt  "Lebensraum Golfplatz - Wir fördern Artenvielfalt" teil und zeigt damit, dass ein Golfplatz auch ein großes Potential für den Artenschutz bieten kann, denn auch dort werden die Auswirkungen des Klimawandels immer spürbarer.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Briem für die besonderen und aufschlussreichen Einblicke in seinen vielseitigen und bunten Golfplatz.

Vortrag über Wildbienen und Insekten in unseren Gärten am 08.04.2025

Foto: Eric Neuling

Beliebte Brummer: Wildbienen, Hummeln & Co

Anfang April 2025 veranstaltete die NABU Ortsgruppe einen Vortrag zum Thema "Wer summt und brummt denn da? - Wildbienen und Insekten in unseren Gärten". Gut 40 Besucherinnen und Besucher durften wir begrüßen und sie lauschten dem 1 1/2-stündigem bildreichen Vortrag von Sabine Holmgeirsson, Fachberatin für Wildbienen und Pflanzenschutz beim NABU Landesverband. Die Referentin nahm uns mit in die artenreiche Welt der kleinen und großen Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten und zeigte zahlreiche Möglichkeiten auf, wie jede und jeder auch im heimischen Garten die schwindenden Insektenbestände positiv unterstützen kann. Für den Erhalt der Artenvielfalt sind wilde Ecken und blühende heimische Pflanzen im Garten sehr wichtig. Finden Bienen, Schmetterlinge und Co. keine Nahrung mehr, verschwinden immer mehr Insekten und mit ihnen immer mehr andere Tier-und Pflanzenarten.

 

Weitere Infos zur Referentin Sabine Holmgeirsson 

 

Radtour zu den Erlenbachquellen mit Andreas Lang am 15.09.2024

Am späteren Sonntagnachmittag startete die 10-köpfige Gruppe am Zigeunerwäldle die Radwanderung mit dem Naturschutzwart der Ortsgruppe Maulbronn des Schwäbischen Albvereins, Andreas Lang, zum Quellgebiet des Erlenbachs.

Vom unteren Erlenbachtal an der Kreisstraße zwischen Ölbronn und Dürrn, fuhren wir bachaufwärts durch Dürrn, am Golfplatz vorbei bis auf die Höhen der Bauschlotter Platte, wo sich die Quelle des Erlenbachs befindet.

Bei sonnigem Wetter zeigte uns Andreas Lang viele schöne Stellen entlang des Erlenbachs und erheiterte uns mit der einen oder anderen Anekdote aus der Vergangenheit. Wir lernten einige historische und geologische Besonderheiten rund um den Erlenbach. 


NSW/Enzkreis-Tagesrundfahrt am 11.05.2024

Am 11.05.2024 findet ein interessanter Ausflug mit dem Landschaftsökologen Prof. i.R. Hans-Karl Hauffe statt. Wir begeben uns auf eine spannende Reise durch die Zeiten und Gesteine und erfahren, warum die für diese Tour geplanten Orte genauso aussehen, wie sie sind und nicht anders. Heimat-und Sachkundeunterricht - Nur in Echt und zum Anfassen!

Wir besuchen auf unserer Tour u.a. das Naturschutzgebiet Hörnle, das sog. Mondloch bei Bad Liebenzell, das Waldhufendorf Beinberg, die Eisinger Löcher, das Dolinenfeld Diebsbrunnen bei Neulingen sowie den Lösshohlweg Galgenhohle bei Oberöwisheim. Der Abschluss findet in geselliger Runde im Eiscafé Adria in Östringen-Odenheim statt.

Start in Dürrn ca. 8 Uhr, Ende in den frühen Abendstunden

Kosten inkl. Programm und Fahrt: 15 Euro pro Erwachsener, Kinder nehmen kostenlos teil

Für die Verpflegung sind die Teilnehmenden selbst verantwortlich.

Gerne nehmen wir Anmeldungen entgegen oder stehen für weitere Fragen zur Verfügung: Kontakt